Zeit verschenken. Und reicher zurückkommen.
Einmal im Jahr bereiten wir neue Ehrenamtliche auf die Hospizarbeit vor. 160 Stunden in sieben Monaten, in Zusammenarbeit mit der VHS Leer.

120 Stunden Theorie, 40 Stunden Praxis.
Der Lehrgang richtet sich an alle, die Menschen in ihrer letzten Lebensphase und deren Angehörige begleiten möchten. Dazu gehört die Bereitschaft, sich selbst weiterzuentwickeln und Grundwissen zur pflegerischen, medizinischen und vor allem seelischen Begleitung zu erwerben.
Seit 1997 leitet Gretel Bluhm-Janssen die Kurse, Diplom-Psychologin und Ehrenvorsitzende. 2025 haben elf Frauen und zwei Männer abgeschlossen. Ein Informationsabend findet jeweils im Herbst statt.
Inhalte
- Hospizbewegung
- Motivation und Bedürfnisse
- Eigene Verlust- und Abschiedsfragen
- Das eigene Sterben
- Das helfende Gespräch
- Nonverbale Kommunikation
- Sterbe- und Trauerphasen
- Kraftquellen und Grenzen
- Spiritualität
- Schmerztherapie und Palliativmedizin
- Patientenverfügung und Vorsorge
- Bestattungsformen
- Grundpflege bei Sterbenden
- Angehörige und Trauernde
- Tod und Trauer bei Kindern und Jugendlichen
- Basale Stimulation, Aromatherapie, Ausdrucksmalen
- Rituale
- Praktikum mit Vor- und Nachbereitung
„Ich bin gelassener geworden. Und ich putze nicht mehr so oft Fenster.“
„Zuhören, zuhören, zuhören. Wahrnehmen. Mich selbst zurücknehmen. Ich hab mich verändert.“
„Ich fühl mich jetzt sicherer im Umgang mit sterbenden Menschen. Nicht mehr so hilflos wie vorher.“
„Ich spüre große Dankbarkeit für das Leben, für die Menschen, die zu mir gehören.“
Wer begleitet, wird selbst begleitet.
Supervision ist für alle Ehrenamtlichen in der Sterbe- und Trauerbegleitung Pflicht. Eine Supervisorin oder ein Supervisor von außen begleitet die Begleitenden. Dort haben eigene Erfahrungen und Gefühle Platz. Dazu kommen regelmäßige Weiterbildungen und der Arbeitskreis jeden ersten Mittwoch im Monat.

